Mit dem Arbeitsalltag beginnen

Vor der ersten Intune-Richtlinie sollte klar sein, wie Beschäftigte ihre Geräte tatsächlich nutzen. Ein persönlich zugeordnetes Notebook, ein gemeinsam genutzter Arbeitsplatz und ein privates Smartphone stellen unterschiedliche Anforderungen. Erfassen Sie deshalb Geräteplattform, Eigentümer, Benutzerkreis und wichtige Anwendungen. Ergänzen Sie, wer bei Problemen unterstützt und welche Ausfallzeiten der Fachbereich akzeptieren kann. Diese kleine Bestandsaufnahme verhindert, dass eine technisch funktionierende Konfiguration am Alltag vorbeigeht.

Das Zielbild pro Geräteklasse beschreiben

Definieren Sie für jede Geräteklasse einen Sollzustand: Wie wird das Gerät registriert, welche Anwendungen werden benötigt und wer darf es administrieren? Halten Sie außerdem fest, was mit verlorenen, ersetzten oder ausgeschiedenen Geräten passieren soll. Der Blueprint ist dabei ein Arbeitsdokument mit Entscheidungen und offenen Punkten. Er muss so verständlich sein, dass Client-Team, Service Desk und Projektleitung denselben Ablauf beschreiben können, ohne sich durch einzelne Einstellungen zu arbeiten.

Enrollment und Übergang gemeinsam planen

Microsoft bietet je Plattform und Nutzungsszenario unterschiedliche Registrierungswege. Welche Variante passt, hängt unter anderem von Eigentum und bestehender Verwaltung ab. Prüfen Sie daher früh, ob Geräte weitergenutzt, neu registriert oder neu eingerichtet werden müssen. Ein Übergangsplan sollte Benutzerdaten, benötigte Anwendungen und die Kommunikation an Beschäftigte berücksichtigen. Bestehende Geräte sind ein eigener Testfall; eine erfolgreiche Bereitstellung eines fabrikneuen Testgeräts ersetzt diese Prüfung nicht.

Richtlinien in nachvollziehbare Bausteine übersetzen

Ordnen Sie Konfiguration, Compliance, Anwendungen und Updates klaren Verantwortlichen zu. Beschreiben Sie bei jeder Baseline ihren Zweck und die Zielgruppe, bevor weitere Ausnahmen hinzukommen. Für die Projektarbeit hilft eine einfache Zuordnung von Anforderung, Einstellung und Prüfschritt. So bleibt sichtbar, weshalb eine Maßnahme existiert. Falls mehrere Teams dieselbe Anforderung bearbeiten, klären Sie die Zuständigkeit frühzeitig, statt erst beim Rollout widersprüchliche Erwartungen zu entdecken.

Einen vollständigen Arbeitsplatz pilotieren

Der Pilot endet nicht mit einer erfolgreichen Registrierung. Prüfen Sie Anmeldung, Anwendungseinrichtung, Updates und einen typischen Supportfall anhand der vereinbarten Geräteklassen. Lassen Sie Beschäftigte ihre wesentlichen Aufgaben selbst durchführen und halten Sie Abweichungen fest. Ein reproduzierbarer Fehler erhält einen Verantwortlichen und einen nächsten Schritt. Erst wenn die vereinbarten Abläufe funktionieren, wird die nächste Gruppe einbezogen. Das reduziert ungeplante Handarbeit während der breiteren Einführung.

Den Blueprint als Betriebsunterlage übergeben

Zur Übergabe gehören das Geräteklassenmodell, die Zuordnung von Richtlinien, bekannte Ausnahmen und die Zuständigkeiten für Änderungen. Vereinbaren Sie, wie neue Anwendungen und Geräte aufgenommen werden und wann der Standard erneut bewertet wird. Unser Case zur Migration von 80 Geräten zeigt ein konkretes Übergangsszenario; er ist keine Zeitvorgabe für andere Projekte. Intune-Beratung eignet sich für individuelle Umgebungen. M365 Secure Workplace verbindet die Geräteverwaltung mit einer standardisierten Microsoft-365-Umgebung, sofern deren Voraussetzungen passen.

Quellen und weiterführende Dokumentation